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Deutschland und Griechenland: Ein Unrecht muß gesühnt werden

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Wer schuldet wem was?

AUTOR: Manolis GLEZOS Ìáíþëçò Ã˸ÆÏÓ


Dieser Artikel, im Oktober 1995 geschrieben, ist mehr denn je brennend aktuell.

NAXOS. – Seit Ende vergangenen Monats verklagen Tausende von Griechen vor griechischen Gerichten die Bundesrepublik Deutschland auf Entschädigung. Sie verlangen Wiedergutmachung für den Verlust ihrer Angehörigen und für andere Schäden während der dreieinhalbjährigen deutschen Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um Klagen von Privatpersonen, die von den Präfekten zweier von der Besetzung besonders hart getroffener Provinzen angeregt wurden.

Seit Jahrzehnten verlange auch ich, daß Deutschland seinen aus den Weltkriegen resultierenden Verpflichtungen gegenüber Griechenland nachkommen muß, wenn es tatsächlich gewillt ist, unter dieses traurige Kapitel deutsch-griechischer Vergangenheit einen Schlußstrich zu ziehen.

Die deutsche Seite lehnte bisher die Zahlung von Reparationen mit der Begründung ab, diese Frage sei 1953 bei der Londoner Konferenz auf die Zeit nach dem Abschluß eines noch ausstehenden Friedensvertrages zwischen Deutschland und den Alliierten vertagt worden. Diese Vertagung bezieht sich auf die Zeit nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit dem vereinigten Deutschland.

Nach herrschender Rechtsauffassung entspricht einem solchen Friedensvertrag der von den deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges in Moskau unterzeichnete Einigungsvertrag vom 12. September 1990 (bekannt als Zwei-plus-Vier-Vertrag). Das vereinte Deutschland ist demzufolge seit 1990 verpflichtet, seinen aus dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Verpflichtungen zur Wiedergutmachung nachzukommen.

Bei den Verpflichtungen Deutschlands gegenüber Griechenland handelt es sich um folgende Summen:

1. Restschulden aus Entschädigungsverpflichtungen aus dem Ersten Weltkrieg in Höhe von achtzig Millionen Mark, in Preisen von 1938.

2. Aufgelaufene Schulden Deutschlands aus dem bilateralen Handel zwischen den beiden Kriegen in Höhe von 523 873 000 US-Dollar, in Preisen von 1938.

3. Reparationsforderungen nach Berechnungen der Pariser Konferenz der Siegermächte von 1946 in Höhe von 7,1 Milliarden US-Dollar, in Preisen von 1938 (Entschädigung für die Beschlagnahme von Privat- und Staatseigentum, Plünderung, Zerstörung).

4. Ansprüche aus einer Zwangsanleihe von 3,5 Milliarden US-Dollar, die der Bank von Griechenland 1942 aufgenötigt wurde, um sowohl die Stationierungskosten für die Besatzungstruppen in Griechenland als auch die Verpflegung des Afrika-Korps von General Rommel zu bestreiten. Experten schätzen die heutige griechische Forderung unter Einbeziehung eines Minimalzinssatzes von drei Prozent auf dreizehn Milliarden US-Dollar.

In diesen Wiedergutmachungsforderungen sind die enormen Verluste unseres Landes an Menschenleben nicht inbegriffen. Bei einer Gesamtbevölkerung von 7 Millionen verlor Griechenland: 70 000 Personen infolge direkter kriegerischer Auseinandersetzungen; 12 000 Zivilisten infolge indirekter kriegerischer Auseinandersetzungen; 38 960 hingerichtete Menschen; 100 000 in Konzentrationslagern ermordete Geiseln (ein großer Teil davon griechische Juden); 600 000 Hungertote.

Die Frage der Reparationen Deutschlands gegenüber Griechenland ist nicht nur eine des Geldes. Sie hat auch eine moralische und eine politische Dimension. So hat Italien seine gesamten aus dem Krieg resultierenden Reparationsverpflichtungen gegenüber Griechenland erfüllt. Auch Bulgarien, das zusammen mit Deutschland und Italien Griechenland von 1941 bis 1944 besetzt hatte, erfüllte alle seine Verpflichtungen, um das Unrecht wiedergutzumachen, das seine Truppen am griechischen Volk begangen hatten. Warum sollte Deutschland von seinen Verpflichtungen befreit werden?

Die griechische Nation hat während des Zweiten Weltkrieges durch die Brutalität der Nazibesatzer die blutigste und erstickendste Sklaverei in den 3000 Jahren ihrer bewegten Geschichte erlebt. Ich selbst bin fest davon überzeugt, daß das deutsche Volk heute mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun hat. Ich glaube jedoch, daß es sich endlich mit der Frage der deutschen Besetzung Griechenlands und den daraus folgenden Reparationsansprüchen auseinandersetzen muß. Griechenland fordert nur, was ihm zusteht. Unser Volk verlangt keine Revanche. Es wird auch nicht fordern, daß Deutschland seine Verpflichtungen auf einmal einlöst.

Es gibt Möglichkeiten und Wege, Reparationen zu zahlen, ohne die Wirtschaft Deutschlands zu beeinträchtigen: Gewährung von Stipendien an Studenten und junge Wissenschaftler aus Griechenland zum Studium in der Bundesrepublik, wobei die Nachkommen der Opfer der Nazis Vorrang genießen; Transfer von deutschem Know-how; Übernahme der Kosten für die Durchführung von Infrastrukturprojekten deutscher Firmen in Griechenland durch den deutschen Staat; direkte finanzielle Hilfe. Die genauen Modalitäten und einen konkreten Zeitplan könnte ein gemeinsamer Wirtschaftsausschuß ausarbeiten.

Griechenland und Deutschland gehören der Europäischen Union an und arbeiten für das gemeinsame Europa. Das Zustandekommen dieses vereinigten Europas kann nur auf Freundschaft und Vertrauen zwischen beiden Ländern aufgebaut und nur durch die Überwindung offener Probleme aus der gemeinsamen Geschichte erreicht werden.

Quelle: Die Zeit 40/1995

Originalartikel veröffentlicht am 2.10.1995

Über den Autor

Tlaxcala ist das internationale Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Dieser Artikel kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10445&lg=de

Geschrieben von mohart

3. Mai 2010 um 17:03

Veröffentlicht in Europa

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Minarette und Demokratie

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Nach der Volksabstimmung in der Schweiz

AUTOR: Vladislav MARJANOVIC

Übersetzt von dem Autor selbst

Nun, es geht los! Die ewige Debatte über Religion und Demokratie wurde wieder aufgenommen. Am 29. November 2009 hat ein Referendum in der Schweiz entschieden: auf schweizerischem Gebiet werden keine Minarette errichtet. Das Volk hat gesprochen, und die Entscheidung der Mehrheit (mehr als 57%) muß respektiert werden. Das ist das Gesetz der Demokratie, das Gesetz der Volkssouveränität. Man redet übrigens in den westlichen Medien ständig darüber und hört nicht damit auf, die nicht-westlichen Länder daran zu erinnern.

Was soll man aber machen, wenn das Volk anders als jene Minderheit, die sich als Besitzer der Wahrheit betrachtet, abstimmt? Nun, dann muss man es zwingen, seinen Willen zu ändern. Da das Volk nur eine kopflose Herde ist, die jeder Demagoge nach Belieben manipulieren kann, wird es notwendig sein, ein bißchen nachzuhelfen. Man darf nämlich nicht vergessen, daß auch Hitler – wie Bush – ein president select und kein president elect war.

Ist das nicht der Beweis dafür, daß das brave Volk durch gefährliche Volksführer verführt werden kann? Das ist aber nicht seine einzige Sünde. Am 12. Juni 2008 hat es gewagt, gegen die Charta der Europäischen Union zu stimmen. Das war in Irland. Doch da hat man ein effizientes Mittel gefunden, um die Irländer zur Vernunft zu bringen. Brüssel hat darauf bestanden, so lange die Wahl zu wiederholen, bis die Abstimmung das richtige Ergebnis zeitigt. Die Botschaft wurde verstanden und, dank der internationalen Finanzkrise, war das Ergebnis des in Irland am 2. Oktober 2009 wiederholten Referendums ein überwältigendes „Ja“ für die Europacharta.

Die Charta wurde auf diese Weise gerettet. Der Neoliberalismus ebenfalls. Auch die Demokratie hat funktioniert. Zwar nicht jene des Volkes, sondern jene, die im Namen des Volkes durch Fachleute zusammengezimmert wurde, denn diese Leute, die in ihren Elfenbeintürmen sitzen, sehen besser als jene, die sich außerhalb bzw. unterhalb von ihnen befinden. Zumindest glauben sie dies. Übrigens heißt es doch auch, dass jede Macht von Gott kommt oder?


Die Schweizer setzen den Bau von Minaretten zu Graben

Das wäre doch ein zusätzlicher Grund, um zum Bau von religiösen Einrichtungen zu ermutigen. Je mehr es davon gibt, desto besser. Glockentürme und Minarette gemischt? Warum nicht? Wegen der Landschaft wird man die Multikultur doch nicht ablehnen! Die Landschaft hat sich im Lauf der Geschichte doch ständig verändert. Glockentürme und Minarette haben die Tempel aus der Antike ersetzt, um danach miteinander zu konkurrieren oder um in einigen Gebieten umfunktioniert zu werden, sei es durch das Gesetz des Stärkeren oder, wie z.B. im Balkan, unter dem Druck der Verhältnisse. Was die Landschaft betrifft, so leidet sie darunter nicht. Dank dieser Mischung ist sie sogar schöner geworden. In der Tat, es ist sehr wohl möglich, miteinander zu leben, vorausgesetzt dass die Macht (religiöse oder weltliche) keine Feindschaften schürt.

Die Macht hat aber eine andere Logik. Die Religion ist ein vorzügliches Mittel zur Manipulierung der Geister. Sie kann sie beruhigen und es somit den Schäfchen erleichtern, ihr Schicksal ohne Murren anzunehmen; aber sie kann sie auch so reizen, dass sie sich in Wölfe verwandeln. Die monotheistischen Religionen haben sich dabei als wahre Meister erwiesen. In einem Punkt sind sich alle monotheistischen Religionen einig: es gibt keinen Gott außer Gott. Die Unterschiede beginnen erst dort, wo und wie man ihn verehren soll. Das führt zur Konkurrenz, weil es sich nicht nur darum handelt, die Liebe Gottes zu gewinnen, sondern auch um die Rettung der Seelen und nebenbei natürlich auch um die materiellen Beiträge für die Institutionen und ihre leitenden Hierarchen. Je mehr Anhänger, je mehr Profit, weswegen jeder versucht, Seelen aus dem Teich des anderen zu fischen. Das führt dann leicht zu Handlungen, die alles andere als friedlich sind.


Ausländerfeindliche Alp(en)träume sind gesundheitsschä(n)dlich-NEIN zur Anti-Minarette-Initiative!

Das nennt man dann den Zusammenstoß der Zivilisationen, deren Merkmal die Religion ist. Wird man ihn durch Genehmigung von Minarettbauten im Herzen Europas nicht verstärken? Das brave Schweizer Volk, das beinahe zwei Jahrhunderte keine Kriege führte, wurde beunruhigt. Minarette und Glockentürme nebeneinander aufzustellen, dass könnte zu keinem erfreulichen Ergebnis führen. Wer kann wissen, ob dem Militarismus einer fanatischen religiösen Minderheit nicht die eher gleichgültige Mehrheit der Glaubensgenossen folgen wird? Der Instinkt des Volkes mahnt: Besser den Wolf nicht in den Schafstall hereinlassen. Also, keine Minarette.

Das Volk hat gesprochen, und sein Wille muß respektiert werden. Das verlangen alle demokratischen Verfassungen. Da sich aber die Zeiten ändern, liegt die Entscheidung nicht beim Volk. Das Prinzip der Religionstoleranz ist Völkerrecht und hat Vorrang. Es zu missachten, bedeutet, sich Unannehmlichkeiten einzuhandeln. Man lebt doch nicht mehr isoliert in zerstreuten Alpendörfern, sondern in einem globalen Dorf, in dem die Zirkulation von Ideen, Waren und sogar Menschen garantiert sind. Umso schlimmer, wenn in einigen Staaten des Mittleren Ostens keine religiöse Toleranz vorhanden ist, die Menschenrechte nicht geachtet werden und Staatsbürger anderer Länder zu Geiseln genommen werden (die Schweiz hat das gerade zu spüren bekommen). Man muss doch einen Beweis für Großzügigkeit liefern, wer weiß, was sonst noch passieren könnte, wenn wegen des Festhaltens der Schweiz an der Demokratie, das Verbot vom Bau von Minaretten angewendet wird? Die Petrodollars könnten auch woanders als in den Schweizer Banken landen. Noch schlimmer, die hier befindlichen könnten abgezogen werden. Sogar die Versorgung der Schweiz mit Erdöl könnte gestört werden. Der libysche Revolutionsführer Muammar el Gaddafi hat sich bereits dafür eingesetzt (das ist der, der sich selbst huldvoll den Titel „Sohn des Königs der traditionellen afrikanischen Könige, Sultane und Scheichs“ zuerkannte). Es reicht doch, daß man sich bei der Verhaftung von dessen Sohn wegen Mißhandlung seiner Angestellten die Finger verbrannt hat. Außerdem könnten weitere derartige Volksbefragungen diejenigen ermutigen, die die Verbreitung von christlichen religiösen Bewegungen verbieten wollen, selbst wenn einige von ihnen sogar die persönliche Bereicherung als gottgefällig loben. Man muß doch an das Wachstum denken.

Die Welt, besser gesagt die internationale Gemeinschaft, kann nicht zulassen, dass sie durch ein von schweizerischen ultrarechten Parteien organisiertes Referendum lächerlich gemacht wird. Das käme der Legalisierung des Fremdenhasses gleich, wodurch die Prinzipien der Globalisierung verletzt würden. Deshalb muss man anders vorgehen. Wäre es nicht besser, statt Minarette zu verbieten, ihre Errichtung zu genehmigen? Sollte es trotzdem zu einem Konflikt zwischen den Glaubensgemeinschaften kommen und die Stabilität des Landes in Frage stellen, braucht man sich keine Sorge zu machen. Es gibt doch Kräfte, die stets bereit sind, sogar präventiv zu intervenieren. Die Friedenskräfte …

Wäre es da nicht klüger – um einen Präventivschlag zu vermeiden – sich auf die eigenen Kräfte zu verlassen? Durch einen aufrichtigen Dialog zum Beispiel. Diese gute, alte Idee wird doch sonst immer so warm empfohlen. Nicht die üblichen Konferenzen am runden Tisch, wo sich alle immer einig sind, während draußen alles beim Alten bleibt. Nein, wirkliche und offene Kommunikation ist gefragt.

Allem Anschein nach kommt es dabei immer wieder zum Kurzschluss. Es ist unmöglich, einen Dialog zwischen verschiedenen religiösen Denkweisen zu führen, deren Dogmen den Glauben auf die strikte Anwendung von Ritualen und Traditionen reduzieren. Wenn für die hohen Stellen das Ritual nichts anderes als ein Manipulationsmittel, das sie übrigens meisterhaft den Umständen anpassen, oder bei Bedarf sogar der Tagespolitik opfern, ist das für das Volk eine Frage der kollektiven Identifizierung und der Erinnerung an eine idealisierte Vergangenheit und an eine Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war. Man vergisst dabei die Tatsache, dass alle, auch polytheistische Religionen, Träger von metaphorischen Botschaften sind, die man erst entziffern muss, um ihren Sinn verstehen zu können. Falls überall in der Welt Anstrengungen in dieser Richtung gemacht werden, könnten auch die äußeren Merkmale der Religionen ihren richtigen Platz finden, nämlich jene der Tradition, die einigt, ohne Zwang auszuüben, die erfreut, weil keine Sanktion sie begleitet und die Kommunikation durch gegenseitige Beeinflussung ermöglicht. So gesehen, könnte jede Religion zur Bereicherung des menschlichen Geistes beitragen und dadurch ermöglichen, den Weg für das Engagement zu Gunsten der Verbesserung der Lage der Gesellschaft zu finden. Dann könnte es auch möglich sein, eine solche Stufe der geistigen Evolution zu erreichen, die über die Symbole eines Kultus hinausweist. Sobald man diese Ebene erreichen wird, wird man die Frage der Minarette und Glockentürme anders betrachten, und zwar nicht im Sinne von Konkurrenz und Misstrauen, sondern als Äußerung der Ergänzung und gegenseitigen Vertrauens. Hätte man beizeiten daran gedacht, so wäre das Referendum über die Minarette in der Schweiz möglicherweise anders ausgefallen.

Aber Verzweiflung ist nicht am Platz. Stattdessen soll man sich der Öffnung des Geistes auf allen Ebenen und innerhalb aller Kulturen und Religionen widmen, weil ohne einen offenen Geist kein Dialog, keine Kommunikation, kein gegenseitiges Verständnis und keine Solidarität im Kampf gegen den gemeinsamen Feind möglich ist.

Quelle: Les minarets et la démocratie

Originalartikel veröffentlicht am 15.12.2009

Über den Autor

Vladislav Marjanovic ist ein mit Tlaxcala, dem internationalen Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt, assoziierter Autor. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9688&lg=de

Geschrieben von mohart

6. Januar 2010 um 17:58

Veröffentlicht in Europa

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