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Wie die „unsichtbare“ Hand PPT zum Vorteil weniger elitärer Marktteilnehmer agiert

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In seinem Buch „Endlich Klartext! Ein Blick hinter die Kulissen unseres Finanzsystems“ beschreibt Folker Hellmeyer, wie in den USA Statistiken und Märkte „gemacht“ werden. Geschönte Finanzdaten sind da nur ein Beispiel. Genau diese (nicht ganz richtigen) Daten und Fakten zu entlarven, hat sich Hellmeyer zur Aufgabe gemacht.

Paul Volcker, der Vorgänger Alan Greenspans an der Spitze der Fed, betonte vor nicht allzu langer Zeit, dass es sein einziger Fehler gewesen sei, nicht den Goldpreis zu manipulieren, der 1980 auf 850 USD pro Unze emporschoss. Mit anderen Worten sehen Zentralbanker auch heute die Preisbewegung des Golds als Indikator der Stabilität des Finanzsystems. Steigt der Goldpreis schnell und unkontrolliert, so wird dem Markt Schwäche des Systems angezeigt mit entsprechenden Wirkungen auf die Bewertung der übrigen ökonomischen Aktiva. Ergo hat die Politik ein Interesse an dem Desinteresse des Marktes für Gold und Edelmetalle.

Das ist aber nicht alles. Nun wird es investigativ und damit wird es heikel. Der zuvor beschriebene „Gold-Carry-Trade“ (Verschuldung in Gold bei Zentralbanken und Anlage in Aktien/Bonds/BRIC etc.) war bei den „Bullion-Banken“ äußerst „en vogue“! Mithin sind hier voraussichtlich nicht unerhebliche Leerpositionen aufgebaut worden und immer noch gegeben. Im Goldmarkt ergibt sich seit mehreren Jahren eine sinkende Produktion (Ausnahme China). Die Exploration dümpelt mit der Folge, dass die Produktion auch zukünftig mit Ausnahme Chinas sinken wird, da sich Minen im Zeitverlauf erschöpfen. Die Nachfrage ist robust. Wie soll in dieser Konstellation das Gold für die „Shortpositionen“ eingedeckt werden? Ist das ohne Manipulation des Preises möglich? Die Antwort lautet selbstredend „Nein“. Voraussichtlich erhalten hier die großen Banken im Dunstkreis der Wall Street (Ansatz Derivatebuch – JP Morgan) und der City Londons, die im „Gold-Carry-Trade“ aktiv sind, einmal mehr eine Alimentierung durch Zentralbanken und Politik des westlichen Systems.

Diese beiden Interessen sind für mich die entscheidenden Katalysatoren für die Umgangsformen der Politik und der Zentralbanken mit dem Thema Gold. Freie Märkte sind schon klasse, oder?

Weiterlesen >>>MMnews

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Written by mohart

14. August 2009 um 13:23

Veröffentlicht in USA, Wirtschaft

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