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Deutschland und Griechenland: Ein Unrecht muß gesühnt werden

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Wer schuldet wem was?

AUTOR: Manolis GLEZOS Ìáíþëçò Ã˸ÆÏÓ


Dieser Artikel, im Oktober 1995 geschrieben, ist mehr denn je brennend aktuell.

NAXOS. – Seit Ende vergangenen Monats verklagen Tausende von Griechen vor griechischen Gerichten die Bundesrepublik Deutschland auf Entschädigung. Sie verlangen Wiedergutmachung für den Verlust ihrer Angehörigen und für andere Schäden während der dreieinhalbjährigen deutschen Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um Klagen von Privatpersonen, die von den Präfekten zweier von der Besetzung besonders hart getroffener Provinzen angeregt wurden.

Seit Jahrzehnten verlange auch ich, daß Deutschland seinen aus den Weltkriegen resultierenden Verpflichtungen gegenüber Griechenland nachkommen muß, wenn es tatsächlich gewillt ist, unter dieses traurige Kapitel deutsch-griechischer Vergangenheit einen Schlußstrich zu ziehen.

Die deutsche Seite lehnte bisher die Zahlung von Reparationen mit der Begründung ab, diese Frage sei 1953 bei der Londoner Konferenz auf die Zeit nach dem Abschluß eines noch ausstehenden Friedensvertrages zwischen Deutschland und den Alliierten vertagt worden. Diese Vertagung bezieht sich auf die Zeit nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit dem vereinigten Deutschland.

Nach herrschender Rechtsauffassung entspricht einem solchen Friedensvertrag der von den deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges in Moskau unterzeichnete Einigungsvertrag vom 12. September 1990 (bekannt als Zwei-plus-Vier-Vertrag). Das vereinte Deutschland ist demzufolge seit 1990 verpflichtet, seinen aus dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Verpflichtungen zur Wiedergutmachung nachzukommen.

Bei den Verpflichtungen Deutschlands gegenüber Griechenland handelt es sich um folgende Summen:

1. Restschulden aus Entschädigungsverpflichtungen aus dem Ersten Weltkrieg in Höhe von achtzig Millionen Mark, in Preisen von 1938.

2. Aufgelaufene Schulden Deutschlands aus dem bilateralen Handel zwischen den beiden Kriegen in Höhe von 523 873 000 US-Dollar, in Preisen von 1938.

3. Reparationsforderungen nach Berechnungen der Pariser Konferenz der Siegermächte von 1946 in Höhe von 7,1 Milliarden US-Dollar, in Preisen von 1938 (Entschädigung für die Beschlagnahme von Privat- und Staatseigentum, Plünderung, Zerstörung).

4. Ansprüche aus einer Zwangsanleihe von 3,5 Milliarden US-Dollar, die der Bank von Griechenland 1942 aufgenötigt wurde, um sowohl die Stationierungskosten für die Besatzungstruppen in Griechenland als auch die Verpflegung des Afrika-Korps von General Rommel zu bestreiten. Experten schätzen die heutige griechische Forderung unter Einbeziehung eines Minimalzinssatzes von drei Prozent auf dreizehn Milliarden US-Dollar.

In diesen Wiedergutmachungsforderungen sind die enormen Verluste unseres Landes an Menschenleben nicht inbegriffen. Bei einer Gesamtbevölkerung von 7 Millionen verlor Griechenland: 70 000 Personen infolge direkter kriegerischer Auseinandersetzungen; 12 000 Zivilisten infolge indirekter kriegerischer Auseinandersetzungen; 38 960 hingerichtete Menschen; 100 000 in Konzentrationslagern ermordete Geiseln (ein großer Teil davon griechische Juden); 600 000 Hungertote.

Die Frage der Reparationen Deutschlands gegenüber Griechenland ist nicht nur eine des Geldes. Sie hat auch eine moralische und eine politische Dimension. So hat Italien seine gesamten aus dem Krieg resultierenden Reparationsverpflichtungen gegenüber Griechenland erfüllt. Auch Bulgarien, das zusammen mit Deutschland und Italien Griechenland von 1941 bis 1944 besetzt hatte, erfüllte alle seine Verpflichtungen, um das Unrecht wiedergutzumachen, das seine Truppen am griechischen Volk begangen hatten. Warum sollte Deutschland von seinen Verpflichtungen befreit werden?

Die griechische Nation hat während des Zweiten Weltkrieges durch die Brutalität der Nazibesatzer die blutigste und erstickendste Sklaverei in den 3000 Jahren ihrer bewegten Geschichte erlebt. Ich selbst bin fest davon überzeugt, daß das deutsche Volk heute mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun hat. Ich glaube jedoch, daß es sich endlich mit der Frage der deutschen Besetzung Griechenlands und den daraus folgenden Reparationsansprüchen auseinandersetzen muß. Griechenland fordert nur, was ihm zusteht. Unser Volk verlangt keine Revanche. Es wird auch nicht fordern, daß Deutschland seine Verpflichtungen auf einmal einlöst.

Es gibt Möglichkeiten und Wege, Reparationen zu zahlen, ohne die Wirtschaft Deutschlands zu beeinträchtigen: Gewährung von Stipendien an Studenten und junge Wissenschaftler aus Griechenland zum Studium in der Bundesrepublik, wobei die Nachkommen der Opfer der Nazis Vorrang genießen; Transfer von deutschem Know-how; Übernahme der Kosten für die Durchführung von Infrastrukturprojekten deutscher Firmen in Griechenland durch den deutschen Staat; direkte finanzielle Hilfe. Die genauen Modalitäten und einen konkreten Zeitplan könnte ein gemeinsamer Wirtschaftsausschuß ausarbeiten.

Griechenland und Deutschland gehören der Europäischen Union an und arbeiten für das gemeinsame Europa. Das Zustandekommen dieses vereinigten Europas kann nur auf Freundschaft und Vertrauen zwischen beiden Ländern aufgebaut und nur durch die Überwindung offener Probleme aus der gemeinsamen Geschichte erreicht werden.

Quelle: Die Zeit 40/1995

Originalartikel veröffentlicht am 2.10.1995

Über den Autor

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3. Mai 2010 at 17:03

Veröffentlicht in Europa

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Öffentliche Verschuldung: Geschröpfte Schweine

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AUTOR: Elmar ALTVATER

Halb Europa prügelt auf Griechenland und andere hochdefizitäre Staaten ein. Dabei können die Banken mit der Situation mehr als zufrieden sein.

Die Finanzkrise privater Banken ist zur Fiskalkrise souveräner Staaten geworden. Im europäischen Norden waren es die wild spekulierenden Banken, die die knapp 300000 IsländerInnen fast in den Bankrott gerissen haben. Von den Spekulationsverlusten wurden sie vom Staat befreit. Nicht mehr die Banken, der Staat ist nun hoch verschuldet, und die Kosten sollen die BürgerInnen tragen. Sie werden sich das wohl in einem Referendum verbitten.

Im europäischen Süden, in Griechenland, waren es nicht griechische Banken, sondern die Global Players aus Deutschland, den USA, Britannien und der Schweiz, die eine zunehmende Verschuldung des griechischen Staates finanziert haben. Goldman Sachs und andere aus der internationalen «banking community» waren behilflich dabei, dass dieser immer mehr Schulden machen konnte. Warum wohl? Weil der griechische Staat dafür sorgte, dass aus dem griechischen Nationaleinkommen ein steter Strom des Schuldendienstes an die KreditgeberInnen in den Zentren der Weltfinanzen abgezweigt werden kann.

Eine Nummer zu klein

Die Verschuldung von Staaten ist für die grossen privaten Banken und ihren Tross aus Ratingagenturen, Beratern und Anwältinnen sehr lukrativ. Die Schuldtitel werden verbrieft, zu strukturierten Papieren gebündelt und auf globalen Märkten profitabel gehandelt. Die Ackermänner der globalen Finanzplätze vermelden Milliardengewinne. Und die normalen BürgerInnen fragen sich, woher der Geldsegen nach der verlustreichen Finanzkrise, die sie Hunderte von Milliarden Euro kostet, wohl stammen mag? Die Antwort ist: aus Griechenland, Dummerchen, wenn auch nicht nur aus Griechenland. Dazu wäre das Land mit gerade einmal 2,5 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts eine Nummer zu klein.

Doch gibt es noch andere Schweinchen, die man schlachten kann, nämlich die (in offiziöser Sprachregelung) PIGS genannten Mittelmeerstaaten Portugal, Italien, Griechenland und Spanien und einige andere mehr in der Welt. Ohne deren Verschuldung könnte das profitable Geschäftsmodell der Banken gar nicht florieren. Die Wertpapiere der einen verlangen die Verschuldung der anderen. Das ist einfache Saldenmechanik. Damit die Wertpapiere ihren Wert behalten, müssen allerdings die Schulden ordentlich bedient werden. Sonst werden sie toxisch. Daher kommt Panik ins «Börsenspiel der modernen Bankokratie» (so Karl Marx vor 150 Jahren), wenn am reibungslosen Schuldendienst gezweifelt wird, und manche Medien werden hysterisch wie das Münchener Magazin «Fokus», das Griechenland seit 2000 Jahren im Niedergang sieht. Das ist jedoch das Stichwort für die privaten Ratingagenturen. Sie reduzieren das Rating, und nun können die Bankster auf die Zinsen der Staatsschuld einen Risikozuschlag, den «spread», aufschlagen. Mit dem Risiko steigen die Gewinne der Banken. Umgekehrt wird die Last der Staatsschulden immer grösser.

Wie einst in Argentinien

Öffentliche Schulden sind also der Stoff, aus dem Bankprofite gemacht werden — solange die Staaten zahlen können. Für den Schuldendienst können Regierungen besser als private Schuldner sorgen, weil sie über das Steuer monopol verfügen und bei den öffentlichen Ausgaben kürzen können, am bes ten unter dem äusseren Druck der EU oder indem sie Auflagen des Internationalen Währungsfonds befolgen — zur Kürzung der Gehälter im öffentlichen Dienst, bei den Sozialaufwendungen oder der Infrastruktur, und durch Absenkung der Masseneinkommen. Wenn es dagegen Widerstand gibt, können die Regierungen auf das Gewaltmonopol des Staats zurückgreifen und die Polizei einsetzen. Die Marktmechanismen der neoliberalen Lehre werden also repressiv exekutiert.

So ist es schon Hunderte Male in der jüngeren Geschichte der kapitalis tischen Weltwirtschaft geschehen. Warum sollte es in Griechenland 2010 so anders sein als etwa 2001 in Argentinien? Weil der Euroraum Kooperation verlangt? Dann hätte man 1992 die Maastricht-Regeln anders gestalten, zumindest hätte man die Sozial- und Einkommenspolitik koordinieren müssen. Hat man aber nicht, und so konnte es geschehen, dass 2008 allein Deutschland gegenüber den PIGS einen Aussenhandelsüberschuss von 47 Milliarden Euro erzielt hat. Daraus und aus anderen Geschäften sind Forderungen deutscher Banken von fast 550 Milliarden Euro gegenüber den PIGS-Staaten entstanden, darunter allein 43 Milliarden gegenüber Griechenland. An den mediterranen PIGS verdienen deutsche Banken also gut.

Regeln, die ins Unglück führen

Auch die Schweizer Banken sind immer dabei. Sie bunkern 16,4 Milliarden Euro griechisches Schwarzgeld, das einen Teil des Staatsdefizits Griechenlands erklärt. So versuchen die Banken Verluste zu kompensieren, die sie bei den Abschreibungen von Forderungen gegenüber anderen Geschäftsbanken in der Finanzkrise haben realisieren müssen. Also keine Steine auf Griechenland, denn die gesamte «banking community» sitzt im Glashaus.

Das Geld, das den Banken aus öffentlichen Kassen und von der Europäischen Zentralbank billig zur Verfügung gestellt wird, nutzen sie, um jene Schuldverschreibungen zu kaufen, die die Staaten zur Finanzierung der immensen Kosten der Bankenrettung ausstellen müssen. Nun haben sie anstelle der entwerteten privaten wertvolle souveräne Schuldtitel in ihrem Portefeuille, mit denen sie gute Geschäfte machen können. Die Staaten, also letztlich die SteuerzahlerInnen, begleichen die teure Rechnung.

Es ist wie in einer griechischen Tragödie. Alle sind vom Schicksal, in diesem Fall von den Finanzmärkten, getrieben und müssen Regeln befolgen, die ins Unglück führen. Griechenland unter die Arme greifen? So etwas hat gerade noch in der deutsch-deutschen Währungsunion vom 1. Juli 1990 geklappt, weil ihr im Oktober des gleichen Jahres die staatliche Einigung folgte; das ermöglichte einen Finanzausgleich zwischen Westen und Osten. Im kurz danach gegründeten Maastricht-Europa hingegen ist zwar jedes Land auf alle anderen angewiesen und dennoch in der Krise auf sich allein gestellt. Das ist ein Konstruktionsfehler des «europäischen Hauses», der es zum Einsturz bringen kann. Mit dem Lissabon-Vertrag ist dieser Fehler im Dezember 2009 nicht korrigiert, sondern ratifiziert worden. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

https://i1.wp.com/www.onepennysheet.com/wp-content/uploads/2009/11/goldmansachs090803_560.jpg

Quelle: Schweizer Wochenzeitung WOZ

Originalartikel veröffentlicht am 4.3.2010

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23. März 2010 at 06:47

Veröffentlicht in Wirtschaft

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Mordechai Vanunu wieder in Haft

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von Daniel Ellsberg

Das „Verbrechen“ dieses Helden hat uns sicherer gemacht.

Mordechai Vanunu – mein Freund, mein Held, mein Bruder – wurde in Israel erneut verhaftet. Er stehe „unter Verdacht“, das „Verbrechen“ begangen zu haben, „sich mit Ausländern zu treffen“.

Ich selbst bin Komplize dieses „Verbrechens“, da ich zweimal mit der ausdrücklichen und offenen Absicht nach Israel gereist bin, Vanunu zu treffen und dessen Handlungsweise ausdrücklich zu unterstützen, für die er 18 Jahre im Gefängnis verbracht hat. Sein jetziges „Verbrechen“ bestehe darin, wiederholt und offen gegen die Konditionen, durch die seine Bewegungsfreiheit, seine Redefreiheit und seine Bekanntschaften eingeschränkt werden, gepfiffen zu haben. Die Beschränkung seiner Menschenrechte ist etwas, was direkt vom Britischen Mandat übernommen wurde: Koloniale Regeln, die einen klaren Verstoß gegen die Universelle Erklärung der Menschenrechte darstellen. Solche Restriktionen haben keinen Platz in einem Land, das Respekt für die Herrschaft des Rechts und für die fundamentalen Menschenrechte heischt. Vanunus Verhaftung und Inhaftierung sind empörend. Dies muss sofort aufhören.

Was ich von Mordechai und seinem Verhalten halte, habe ich 2004 in einem Leitartikel für die Los Angeles Times zum Ausdruck gebracht. Ich könnte es heute nicht besser sagen. Der Artikel erschien am Tag seiner Freilassung aus dem Gefängnis. Ich kann nur hinzufügen, dass ich stolz wäre, der „amerikanische Vanunu“ zu sein. Allerdings hat man in meinem Fall ein mögliches Urteil wegen Verrats von Staatsgeheimnissen (115 Jahre Gefängnis)* vermieden. Man warf mir lediglich die Enthüllung staatlichen Fehlverhaltens vor. Dieses verblasst, verglichen mit dem Fehlverhalten der Israelis – als sie Vanunu angriffen, ihn unter Drogen setzten, kidnappten, bis sie ihn vor Gericht bringen konnten. Von den 11 Jahren Einzelhaft, die er erleiden musste, ganz zu schweigen.

Folgender Artikel von mir erschien am 21. April 2004 in der Los Angeles Times:

Mordechai Vanunu ist der größte Held des Atomzeitalters. Er setzte alles, was er besaß, bewusst  aufs Spiel, um sein Land und die Welt vor dem wahren Ausmaß der atomaren Bedrohung, unter der wir stehen, zu warnen. Er musste voll bezahlen und etwas ertragen, das in vielerlei Hinsicht schlimmer war als der Tod. Er bezahlte den Preis für einen heroischen Akt: Er tat genau das, was er tun sollte, und was andere auch tun sollten.

Vanunu beging sein „Verbrechen“ 1986: Er übergab der London Sunday Times** eine Reihe von Fotos, die er in der israelischen Atomwaffenfabrik bei Dimona aufgenommen hatte. Er war dort als Techniker tätig.

Für diese Aktion – die enthüllte, dass das (nukleare) Programm und die (nuklearen) Bestände der Israelis viel umfangreicher waren, als von der CIA und anderen angenommen -, wurde Vanunu im Flughafen von Rom durch Agenten des israelischen Mossad gekidnappt und heimlich (nach Israel) zurückgebracht. In einem nicht öffentlichen Verfahren wurde er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.

Die ersten 11 1/2 Jahre musste er in Einzelhaft verbringen. Seine Zelle war 6 auf 9 Fuß groß. Einzelhaft unter solch unvergleichlichen Bedingungen wurde von Amnesty International als „grausam, inhuman und degradierend“ bezeichnet.

Heute wird Vanunu entlassen – nachdem er seine volle Strafzeit abgesessen hat. Doch er ist weiter „unfrei“ – durch Restriktionen gegen seine Bewegungsfreiheit und seine Kontakte: Er darf Israel nicht verlassen und muss sich in einer bestimmten Stadt aufhalten. Er darf nicht mit Ausländern kommunizieren – nicht von Angesicht zu Angesicht, nicht per Fax oder E-Mail. (Diese Restriktionen sind als reine Strafe anzusehen, da alle Geheiminformationen, über die er verfügt haben mag, mittlerweile fast zwei Jahrzehnte alt sind).

Die Ironie des Ganzen ist, dass keinem Land mehr an einer präventiven Nonproliferation gelegen sein dürfte als Israel – vor allem im Nahen/Mittleren Osten. Doch Israels geheime Atompolitik (bis heute gibt Israel nicht zu, über Atomwaffen zu verfügen) ist kurzsichtig und selbstzerstörerisch. Sie fördert die nukleare Proliferation, anstatt sie zu blockieren, denn diese Politik ermutigt die Nachbarstaaten dazu, eigene, vergleichbare Atomwaffen zu entwickeln.

Ohne demokratischen Druck und die Mobilisierung der Öffentlichkeit – was wiederum  öffentliches Bewusstsein und Diskussionen voraussetzen würde -, wird sich nichts ändern. Genau das aber wollte Mordechai Vanunu anregen.

Weder in Israel – noch in den USA, in Russland, England, Frankreich, China, Indien oder Pakistan – wurde die Entscheidung, eine Atommacht zu werden, auf demokratischem Wege getroffen, nicht einmal mit Wissen des gesamten jeweiligen Kabinetts. Wäre es zu einer öffentlichen Debatte gekommen, so hätte wahrscheinlich keines dieser Länder seine eigene Bevölkerung oder den Rest der Welt davon überzeugen können, dass es einen legitimen Grund für den Besitz von Hunderten (nuklearen) Gefechtsköpfen gibt, wie sie Israel angeblich besitzt (und die über jede plausible, notwendige Abschreckung weit hinausgehen). Wir brauchen – dringend – mehr Menschen wie Vanunu. Das gilt nicht nur für Israel sondern für alle (erklärten oder nicht erklärten) Atommächte. Oder wer würde nicht erkennen, welchen Wert ein heldenhafter pakistanischer, indischer, irakischer, iranischer oder nordkoreanischer Vanunu (mit vergleichbaren Enthüllungen) für die Weltsicherheit hätte?

Die Welt braucht Geheimnisverrat dieser Art – nicht nur durch Bürger solcher Länder, die heute von Atomwaffenstaaten voreilig als „Schurkenstaaten“ bezeichnet werden. Jeder Atomwaffenstaat verfolgt eine heimliche Politik, geheime Ziele, Programme und Pläne, die im Widerspruch zu seinen Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag stehen und der ‚Prinzipienerklärung‘ (Declaration of Principles), die 1995 auf der ‚Konferenz zur Erneuerung des Atomwaffensperrvertrages‘ erklärt wurde. Jeder Offizielle, dem solche Verstöße bekannt werden, könnte und sollte sich überlegen, so zu handeln, wie es Vanunu getan hat.

Auch ich hätte zu Beginn der 60ger Jahren so handeln sollen – auf Grundlage dessen, was ich über atomare Geheimpläne und -praktiken der USA wusste. Damals war ich beratend für das Verteidigungsministerium tätig. Man hatte mich vom Rand Corp. ausgeliehen, weil es Probleme mit dem Kommando und der Kontrolle über die Atomwaffen gab. Ich war es, der den ‚Leitfaden des Verteidigungsministeriums für den Joint Chiefs of Staff (Generalstab)‘ verfasste, der Teil der allgemeinen Atomkriegsplanungen war. Die extremen Gefahren unserer Praxis beziehungsweise Planungen waren mir bewusst. http://www.ellsberg.net/archive/us-nuclear-war-planning-for-a-hundred-holocausts#more-248

Heute habe ich das Gefühl, versagt zu haben, weil ich diese Dokumente geheim gehalten habe und die katastrophal rücksichtslose Haltung nur auf sicherem Wege zur Kenntnis brachte. Das war falsch. Aber damals hatte ich noch nicht Vanunus Beispiel vor Augen, das mich hätte leiten können.

Dann endlich bekam ich ein Beispiel vor Augen geführt – in Form der jungen Amerikaner, die lieber ins Gefängnis gingen, als sich an einem Krieg zu beteiligen, der hoffnungslos und unmoralisch war, wie ich selber wusste. Dies inspirierte mich 1971 dazu, hochgeheime Präsidentenlügen über den Vietnamkrieg an 19 Zeitungen weiterzuleiten. Ich bereue nur, dass ich es nicht schon früher getan habe – bevor die Bomben zu fallen begannen.

Vanunu hätte längst aus seiner Einzelhaft und seiner Haft entlassen werden sollen – nicht, weil er „genug gelitten hat“, sondern, weil er das Richtige, das Mutige getan hat. Er tat es, obwohl für ihn absehbar war, dass man versuchen würde, ihn zum Schweigen zu bringen und ihn zu bestrafen.

Die empörenden, illegalen Restriktionen, denen er unterworfen werden soll, sobald er – nach 18 Jahren – das Gefängnis verlässt, sollten überall Proteste und Widerstand hervorrufen – nicht nur, weil diese Einschränkungen gegen fundamentale Menschenrechte verstoßen, sondern auch, weil die Welt die Stimme dieses Mannes hören muss.

Der Kult und die Geheimhaltungskultur, die in allen Atomwaffenstaaten vorherrschen, bedrohen die Menschheit und werden deren Überleben weiter gefährden. Vanunu hat diese gefährliche, falsche Geheimhaltung herausgefordert. Wir sollten seinem Beispiel – weltweit – folgen ( http://www.ellsberg.net/archive/hiroshima-day-america-has-been-sleeping-at-the-wheel-for-64-years#more )

Anmerkung d. Übersetzerin

*Daniel Ellsberg – ein ehemaliger Offizieller des US-Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums – leitete 1971 die ‚Pentagon Papers‘ an die Presse weiter und sorgte so für deren Veröffentlichung  http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Ellsberg

** Zu Mordechai Vanunu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu

Orginalartikel: Nuclear Hero’s ‚Crime‘ Was Making US Safer
Übersetzt von: Andrea Noll

Quelle: Znet

Written by mohart

3. Januar 2010 at 18:10

Veröffentlicht in Naher Osten

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Laßt Wall Street aus dem Spiel: Wie Staaten ihre eigene wirtschaftliche Erholung finanzieren können

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AUTOR: Ellen HODGSON BROWN
Übersetzt von Hergen Matussik

Das Geld, das in das System der privaten Banken gepumpt wurde, hat die wirtschaftliche Situation nur für die Bankiers und die Wohlhabenden gerettet. Im Hinblick auf das grundlegende Problem der Arbeitslosigkeit oder die Schuldenfalle, in der sich so viele Amerikaner gefangen sehen, hat es nicht viel erreicht.

Präsident Obamas 787 Milliarden US-Dollar schwerer Plan, die Wirtschaft anzuregen, hat den Anstieg der Arbeitslosigkeit bislang nicht aufhalten können: 2,7 Millionen Arbeitsplätze gingen verloren, seit das Förder-Programm begann. Kalifornien hat 336.400 Arbeitsstellen verloren, Arizona 77.300, Michigan 137.300. Insgesamt haben 49 Staaten und der District of Columbia (Washington D.C.) Netto-Verluste von Arbeitsplätzen berichtet.

Dennoch strahlt an diesem eher finsteren Firmament ein heller Stern. Der einzige Staat, der einen Zuwachs an Arbeitsplätzen vermelden konnte, ist ein eher unwahrscheinlicher Kandidat für diese Auszeichnung: Nord Dakota. Nord Dakota ist außerdem einer von nur zwei Staaten, die ihren Haushalt 2010 bezahlen können. (Der andere ist Montana.) Nord Dakota ist ein dünn besiedelter Staat mit weniger als 700.000 Einwohnern, die zum großen Teil in kalten Regionen in abgeschiedenen und landwirtschaftlich geprägten Dorfgemeinschaften leben. Dennoch ist das Bruttosozialprodukt des Staates seit dem Jahr 2000 um 56 Prozent gewachsen und die Löhne sind um 34 Prozent gestiegen. Der Staat hat nicht nur keine Finanzierungsprobleme – in diesem Jahr gab es einen Haushaltsüberschuß von 1,3 Milliarden, der größte Überschuß, den das Land je erwirtschaftete.

Warum geht es Nord Dakota so gut, wenn andere Staaten unter den verheerenden Auswirkungen der sich vertiefenden Finanzkrise leiden? Vielleicht besteht das Geheimnis ja darin, daß der Staat seine eigene Kredit-Maschine hat. Nord Dakota ist der einzige Staat in den USA, dem seine eigene Bank gehört. Die Bank von Nord Dakota (BND) wurde vom Gesetzgeber des Staates 1919 mit dem Ziel geschaffen, Farmer und kleine Geschäftsleute aus den Klauen der Banken aus anderen Staaten und der Eisenbahngesellschaften zu befreien. Die erklärte Aufgabe der Bank ist es, gut funktionierende finanzielle Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die Landwirtschaft, Handel und Industrie in Nord Dakota fördern.


ribarnica

Die Vorteile einer eigenen Bank

Wie also löst der Besitz einer Bank die Finanzierungsprobleme des Staates? Ist der Staat in seinen Ausgaben nicht weiterhin auf das Geld beschränkt, das ihm zur Verfügung steht? Die Antwort lautet: Nein. Zugelassene Banken haben die Genehmigung, etwas zu tun, was sonst niemandem erlaubt ist: Sie können in ihren Büchern mittels schlichter Buchungseinträge Kredit gewähren, indem sie das Zaubermittel des „fractional reserve lending“ (Verleihen mit nur partieller Deckung oder auch Giralgeldschöpfung, A.d.Ü.) einsetzen. Die Federal Reserve Bank von Dallas erklärt auf ihrer Website:

„Tatsächlich schöpfen Banken Geld, wenn sie es verleihen. Das funktioniert folgendermaßen: Der größte Teil ihrer Kredite vergibt die Bank an ihre eigenen Kunden, und sie werden auf deren Konten als Guthaben geführt. Weil der Kredit genau wie ein eingereichter Scheck zu einer neuen Einlage wird, behält die Bank … einen kleinen Teil Prozentsatz der Einlage in Reserve und verleiht den Rest an jemand anders, wobei sich der Geldschöpfungsprozeß viele Male wiederholt.“

Wie viele Male? Präsident Obama setzt diesen „Vervielfältigungseffekt“ mit dem Faktor acht bis zehn an. In einer Rede am 14. April sagte er:

„Es gibt viele Amerikaner, die verständlicherweise denken, daß die Regierungsgelder besser angelegt wären, wenn sie direkt an die Familien und die Unternehmen anstatt an die Banken gezahlt würden. „Wo bleiben die Rettungspakete für uns?“ fragen sie. Die Wahrheit aber ist, daß ein Dollar Guthaben bei einer Bank bewirken kann, daß acht oder zehn Dollar Kredit an Familien und Unternehmen vergeben wird, ein Vervielfältigungsprozeß, der letztlich zu einem zügigeren wirtschaftlichen Wachstum führen kann.“

Das kann geschehen – aber in der letzten Zeitkam es nicht dazu, weil die privaten Banken durch Kapitaldeckungs-Vorschriften und durch ihre Verpflichtung eingeschränkt sind, Gewinn zu erwirtschaften. Und genau hier hat eine staatseigene Bank enorme Vorteile: Staaten besitzen große Mengen Kapital und sie können auch weiter im Voraus planen als lediglich bis zur nächsten Bekanntgabe der Quartalsergebnisse, was es ihnen ermöglicht, langfristige Risiken einzugehen. Ihre Kapitalgrundlage wird nicht durch übermäßige Gehälter und Bonuszahlungen beeinträchtigt; sie haben keine Aktionäre, die ein ordentliches Stück vom erwirtschafteten Kuchen abhaben wollen – und sie haben ihre Bücher auch nicht mit Wetten auf Finanzderivate, unverkäuflichen abgesicherten Schuldverschreibungen (CDOs) und von der aktuellen Bewertung des Marktes abhängigen Aktiva belastet.

Die Bank von Nord Dakota ist als „dba“ (dba = doing business as) organisiert: „Der Staat Nord Dakota besorgt seine Geschäfte als Bank von Nord Dakota.“ Technisch gesehen heißt das: Das Kapital des Staates ist das Kapital der Bank. Auf den Staat Kalifornien übertragen, kann man als Kapital einer solchen Bank $ 200 Milliarden Dollar an Grundeigentum, 62 Milliarden Dollar in verschiedenen Investitionen und Anlageformen, sowie 128 Milliarden Dollar an voraussichtlichen Einnahmen für 2009 rechnen. Mit dem Faktor acht multipliziert, könnten mit diesem Kapital Kredite in Höhe von annähernd 4 Billionen Dollar vergeben werden.

Um eine Zulassung als Bank zu bekommen, müßten wahrscheinlich gewisse Investitionen vom Staat als Staatskapital bereitgestellt werden. Das vorgeschriebene Anfangskapital für eine normal kalifornische Bank beträgt lediglich ungefähr 20 Millionen Dollar. Das sind ,Peanuts‘ für die achtgrößte Volkswirtschaft – und das Geld würde auch nicht wirklich „ausgegeben“ werden. Es würde sich lediglich in das Kapital einer Bank verwandeln und von einer Anlageform in eine andere umgewandelt werden – und obendrein wäre es eine lukrative Anlage. Im Fall der BND beträgt der ausgezahlte Ertrag des Einlagekapitals 25 Prozent. Die Bank zahlt dem Staat eine satte Dividende, die für diese Jahr voraussichtlich mehr als 60 Millionen Dollar betragen wird. Im letzten Jahrzehnt hat die BND eine drittel Milliarde an die Staatskasse gezahlt, die Steuern abgezogen. Kalifornien könnte hier wesentlich mehr bewegen. Der Staat Kalifornien zahlt jährlich allein 5 Milliarden Dollar nur an Zinsen. Wenn der Staat seine eigene Bank hätte, so könnte diese die Schulden refinanzieren und die fünf Milliarden wiederum der Staatskasse zukommen lassen. Darüber hinaus verdiente der Staat zusätzlich noch wesentlich mehr an anderweitig ausgeliehenem Geld.

Außer Kapital braucht eine Bank noch „Reserven“, die sie über die bei ihr geführten Konten bekommt. Für die BND ist auch das kein Problem, da ihre Kunden dazu verpflichtet sind, ihr Konto bei der Bank zu haben. Nach dem Gesetz müssen der Staat und alle seine Behörden ihre Gelder bei der Bank einzahlen, die dafür marktgerechte Zinsen an den Finanzminister des Staates zahlt. Die Bank nimmt auch Einlagen anderer Kunden an. Diese zahlreichen Guthaben können dann vom Staat in der Form von Krediten wieder genutzt werden.


Green Argon (Die Bank of America Tower), von austrini

Öffentliches Bankenwesen nach dem Modell der Zentralbanken

Die volksnahen Organisatoren schufen die Bank ursprünglich als eine Art Genossenschaftsbank, die die Bauern von den Wucherern befreien sollte, aber in der Folge übernahmen konservative Interessen die Kontrolle und unterbanden diese Aktivität des kommerziellen Geldverleihs. Die BND ist jetzt hauptsächlich eine „Bank der Banken“. Sie handelt wie eine Zentralbank und ihre Funktionen sind ähnlich der eines Zweigs der Federal Reserve Bank. Die Bank vermeidet Rivalität zu privaten Banken, indem sie Partnerschaften mit ihnen eingeht. Die meisten Kreditvergaben erfolgen durch örtliche Banken. Dann kommt die BND hinzu und beteiligt sich an dem Kredit, übernimmt einen Teil des Risikos und zahlt für einen niedrigeren Zinssatz (buy down).

Eine der Funktionen der BND ist es, für einen Sekundärmarkt für Immobilien-Kreditgeschäfte zu sorgen, die sie den örtlichen Banken abkauft. Ihr Portfolio an Kreditgeschäften über Wohn-Immobilien ist mittlerweile 500 bis 600 Milliarden Dollar groß. Diese Funktion der Bank hat dem Staat geholfen, die Kredit-Krise zu vermeiden, die Wall Street befiel, als der Sekundärmarkt für Anleihen gegen Ende 2007 zusammenbrach. Vor diesem Zeitpunkt kauften Investoren routinemäßig verbriefte (abgesicherte) Anleihen (CDO – collaterized Debt Obligations) von den Banken und gaben damit den Banken die Möglichkeit, weitere Kredite zu vergeben. Aber diese „Schatten-Kreditgeber“ zogen sich zurück, als sie realisierten, daß die „credit fault swaps“ genanten Finanzderivate, die ihre CDOs schützen sollten, eine höchst unzuverlässige Versicherung waren. In Nord Dakota wird dieser sekundäre Immobilienmarkt von der BND besorgt, die konservativ investierte und so das Debakel der Spekulation mit Derivaten vermied.

Weitere Dienstleistungen der BND beinhalten Garantien für Startkredite für Geschäftsgründungen und Anleihen für Studenten, den Ankauf von städtischen Anleihen von öffentlichen Institutionen und ein gut finanziertes Kreditprogramm für Katastrophenfälle. Als die Stadt Fargo kürzlich von einem heftigen Hochwasser heimgesucht wurde, trug der Katastrophen-Fond dazu bei, daß die Stadt eine Verwüstung vermeiden konnte, wie sie New Orleans unter ähnlichen Umständen erlitt. Und schließlich bezahlte die BND die fehlenden Beträge, als der Staat Nord Dakota vor einigen Jahren seinen Staatshaushalt nicht finanzieren konnte. Die BND hat ein Konto bei der Federal Reserve Bank, aber die Einlagen der Bank sind nicht über die FDIC (Federal Deposit Insurance Company – vom US Kongress 1933 per Gesetz, durch den Glass-Steagall-Act geschaffener Einlagensicherungsfonds) versichert. Statt dessen steht der Staat Nord Dakota für die Bank ein – was sich heute als kluges Arrangement erweist, da der FDIC am Rande des Bankrotts steht.

Das Modell der Geschäftsbanken: Die Commonwealth Bank of Australia

Die BND vermeidet sorgfältig, in Konkurrenz zu den Geschäftsbanken zu treten. Dennoch kann eine Bank in öffentlichem Eigentum sich dem Geschäft des Geldverleihens widmen und dabei Profit erwirtschaften. Ein erfolgreiches Modell für diesen Ansatz war die Commonwealth Bank of Australia, die sowohl Funktionen einer Zentralbank als auch einer Geschäftsbank ausübte. Fast ein ganzes Jahrhundert lang finanzierte die in öffentlichem Eigentum befindliche Commonwealth Bank Hauskäufe, kleine Geschäfte und andere Unternehmungen und sorgte so für wirksamen Wettbewerb, der dazu beitrug, daß „die Banken ehrlich“ und die Zinsen niedrig blieben. Die Commonwealth Bank stellte die Bedürfnisse der Kreditnehmer über das Erwirtschaften von Gewinnen und stellte sicher, daß ein gesundes Maß an Investitionen in Landwirtschaft und anderen grundlegenden Bereichen gewährleistet blieb. Trotzdem arbeitete die Bank von 1911 bis fast zum Ende des Jahrhunderts stets mit Gewinn.

Tatsächlich scheint sie so profitabel gewirtschaftet zu haben, daß sie zum Ziel für Übernahmeversuche wurde. Sie war schlicht „zu gut um nicht privatisiert zu werden“. Die Bank wurde in den 1990er Jahren für einen Haufen Geld verkauft, aber ihre Befürworter halten ihren Verlust als soziale und wirtschaftliche Institution für nicht kalkulierbar.

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Troy Page / t r u t h o u t, nach AComment, ribarnica und austrini

Eine Staatsbank für Florida?

Könnte das von der Commonwealth Bank getestete Wirtschaftsmodell heute in den Vereinigten Staaten von Amerika funktionieren? Der Ökonom Farid Khavari glaubt das. Der Kandidat der Demokraten für den Posten des Gouverneurs von Florida schlägt eine Bank des Staates Florida vor, die den Bürgern des Staates Kredite gegen wesentlich niedrigere Zinsen als gegenwärtig gewähren würde, indem sie den Kunstgriff der Giralgeldschöpfung (=fractional reserve lending) anwendet. Er erklärt:

Mit 100 Dollar Einlagen kann eine Bank 900 Dollar neues Geld schöpfen, indem sie Kredite vergibt. Die BSF kann 6 Prozent für die Einlagen zahlen und Hypothekenkredite für 2 Prozent Zinsen vergeben. Für die 6 Dollar, die jährlich an Zinsen an Sie gezahlt werden, kann die Bank 18 Dollar verdienen, indem sie die 900 gegen 2 Prozent als Hypothekenzins vergibt.“

Der Staat verdiente an den Hypotheken 15.000 Dollar pro 100.000 Dollar bei Ausgaben von rund 1.700 Dollar. Der Hauseigentümer sparte 88.000 Dollar an Zinsen und hätte sein Haus 15 Jahre früher abgezahlt. „Unsere Bank wird den Leuten ungefähr 7 Jahre der Ratezahlungen sparen, die sie im Laufe von 30 Jahren tätigen, nur allein an Zinsen,“ sagt Dr. Khavari. Er schlagt außerdem Kreditkarten mit 6 Prozent Zinsen und „Certificates of Deposit“ (von Banken emittierte Geldmarktpapiere in Form von Inhaberpapieren) mit 6 Prozent vor.

Der Staat könnte jährlich Milliarden an diesen Krediten verdienen und den Verbrauchern gleichzeitig enorme Summen sparen helfen. Er könnte auch seine eigenen Schulden und die der Kommunen zu sehr niedrigen Zinssätzen refinanzieren. Einer deutschen Studie zufolge beträgt der Anteil der Zinsen an allem, was wir kaufen, zwischen 30 und 50 Prozent. Die Kosten für Zinsen zu senken, kann Projekte wie günstige Wohnungen, die Entwicklung alternativer Energien und die Schaffung von Infrastruktur nicht nur überlebensfähig und nachhaltig machen, sondern für den Staat obendrein auch noch einträglich sein, während gleichzeitig dringend benötigte Arbeitsplätze geschaffen werden.

Quelle:logoCut Wall Street Out! How States Can Finance Their Own Economic Recovery

Originalartikel veröffentlicht am 31.10.2009

Über den Autor

Hergen Matussik ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9278&lg=de

Written by mohart

17. November 2009 at 08:06

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Währungsreform und Gesamtcrash

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Von Andreas Popp

Der große Irrtum über das Geldsystem! Warum eine Währungsreform unausweichlich ist. – Es gab noch niemals in der Weltgeschichte so deutliche Hinweise auf einen Gesamtcrash wie heute!

„Es gibt nur den US-$ auf der Welt!“ –
„Eine Währungsreform in den USA betrifft alle Währungen!“

Die Finanzbranche macht weiter, als wäre alles in bester Ordnung und manövriert sich offenen Auges weiter in die Sackgasse. Was muss eigentlich noch passieren, bis viele Berater endlich erkennen, was auf uns zukommt?

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Written by mohart

4. September 2009 at 13:35

Veröffentlicht in Wirtschaft

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Euro ade!?

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Der Euro wird schon bald zerbrechen. Dieses Szenario prognostiziert Prof. Wilhelm Hankel. Die Krise treibt den Staatsbankrott vieler Euro-Staaten voran, so dass nur eine Ausweg bleibt: Austritt oder Inflation des Euro. An beidem wird die Währung am Ende scheitern.

MMnews

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3. September 2009 at 06:57

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Der Hunger trifft in Detroit jetzt auch die Mittelklasse

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In der Wirtschaftskrise machen erstmals auch Angehörige der US-Mittelklasse Bekanntschaft mit dem Hunger.

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist in dieser Stadt ohne einen großen Supermarkt schon lange ein Problem. Jetzt brauchen aber eine ganze Menge neuer Leute Hilfe.

Von Steve Hargreaves
CNNMoney.com, 13.08.09
( http://money.cnn.com/2009/08/06/news/economy/detroit_food/index.htm )

DETROIT – In einer Nebenstraße eines ehemaligen Industriegebiets stapelt ein Lieferant vor einem Laden Waren auf eine Sackkarre. Zehn Fuß (ca. 3 m) davon entfernt steht ein Mann, der einen Tarnanzug, Kampfstiefel und etwas trägt, was wie eine kugelsichere Weste aussieht. Die Szene erinnert an Bagdad. Sie spielt sich aber nicht im Irak ab. Wir befinden uns im Südosten Detroits, und der Mann soll dort Lebensmittelgeschäfte schützen.

„Keine Bilder, weg mit der Kamera!“ brüllt er. Mein Begleiter und ich sind unterwegs, um uns anzuschauen, wie Leute unbebautes Gelände in der Stadt nutzen, um Essbares anzubauen; wir rennen weg.

In dieser von der Rezession gebeutelten Stadt ist der Nahrungsmangel ein ernstes Problem. Er ist immer wieder Gesprächsthema in Detroit (dem einst florienden Zentrum der US-Automobilindustrie). Weil es keinen einzigen großen Lebensmittel-Supermarkt mehr in der Stadt gibt, sind die Einwohner gezwungen, ihr Essen in Tante-Emma-Läden oder in billigen Discounter-Filialen zu kaufen. Dort gibt es häufig nur weniger gesunde, wenig abwechslungsreiche oder sehr teure Nahrungsmittel zu kaufen.

Weil sich die wirtschaftliche Situation der Stadt immer weiter verschlechtert – im Juli lag die Arbeitslosenquote bei 16 Prozent – nehmen die Nachfrage nach Lebensmittelgutscheinen und der Besuch von Suppenküchen sprunghaft zu.

Die Bürger Detroits sind dabei, sich auf die Krise einzustellen. Auf den riesigen Freiflächen (der Industriebrachen) betreiben sie eine Art städtische Landwirtschaft, und die Anzahl der freiwilligen Helfer in den lokalen Suppenküchen ist stark angestiegen.

Aber die Nahrungsmittelkrise vertieft sich und betrifft auch Menschen, die bisher nicht wussten, was Hungern heißt. Die ehemals gut verdienenden Arbeiter, die bisher die Suppenküchen und Tafeln mit ihren Spenden unterstützt haben, sind jetzt selbst arbeitslos und stellen die am schnellsten wachsende Gruppe der Hilfsbedürftigen.

„Wir müssen uns um ein Drittel mehr Menschen kümmern als vorher,“ sagte Jean Hagopian, eine Freiwillige der New Life Food Pantry (der Speisetafel Neues Leben), die von der Lebensmittelanlieferung in Detroit New Life Assembly of God (der Gottesgemeinde Neues Leben) angeboten wird, einer Kirchengemeinde in Roseville, einer Vorstadt, die etwa 20 Meilen (ca. 32 km) nordöstlich des Detroiter Stadtzentrums liegt. Frau Hagopian sagte, viele der Menschen, die neu um Hilfe bäten, hätten vorher gut verdient; ihre Lage sei jetzt aber so verzweifelt, dass sie dringend auf Lebensmittelspenden angewiesen seien.

Frau Hagopian ist eine 83-jährige Lehrerin im Ruhestand. Sie arbeitet vier Tage pro Woche für die Tafel; an zwei dieser Tage sammelt sie mit ihrem eigenen Minivan bei den Einzelhändlern der Stadt Lebensmittelspenden ein.

Bei der Tafel, die sich im Untergeschoss der Kirche befindet, werden Kisten mit Lebensmitteln ausgegeben, die für eine vierköpfige Familie eine Woche lang reichen. Neben verpackten Waren wie Zerealien, Teigwaren, Erdnussbutter und konservierten Früchten gibt es auch Frischgemüse, 7 bis 8 Pfund eingefrorene Fleischwaren, meist Huhn oder Hotdogs, und acht von einer lokalen Pizza Hut-Filiale gespendete Pfannen- Pizzas. Der größte Teil der sonstigen Lebensmittel wird bei einem Großhändler gekauft oder vom US-Nahrungsmittelprogramm gespendet. Letzten Monat wurden 519 Kisten ausgegeben.

Frau Hagopian hofft, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln nicht zu sehr wächst.

„Ich hoffe, dass wir das schaffen, weil unsere Vorräte immer knapper werden. Dann müssen wir raus und noch mehr betteln,“ sagte sie.

Sie sollte sich auf das Schlimmste gefasst machen. In der ganzen Metropolregion Detroit melden soziale Dienste einen riesigen Zuwachs bei der Nachfrage nach (kostenlosen) Nahrungsmitteln.

Gleaners (Ährenleser), eine Agentur, die Überproduktionen von Nahrungsmittelherstellern verteilt, gibt an, dass die Nachfrage seit letztem Jahr um 18 Prozent gestiegen ist. Das Michigan Department of Human Services (das Sozialministerium des Staates Michigan), das die Lebensmittelgutscheine und WIC-Schecks (Einkaufsschecks für bedürftige Schwangere und Mütter mit Kleinkindern) der US-Nahrungsmittelhilfe ausgibt, hat seit Oktober (letzten Jahres) eine Zunahme der Anträge um 14 Prozent registriert. Die Anzahl der an die US-Hilfsorganisation United Way (gemeinsamer Weg) gerichteten Hilferufe hat sich seit dem letzten Jahr verdreifacht.

„Wenn wir die Mittel hätten, könnten wir die Zahl der von uns Betreuten verdoppeln,“ sagte Frank Kubik, der das Nahrungsmittelprogramm der Detroiter Hilfsorganisation Focus:Hope (Im Mittelpunkt: Hilfe) leitet, die im letzten Jahr 41.000 größtenteils ältere Menschen versorgt hat. Kubik sagte, weil sein Programm auf das gegenwärtige Budget begrenzt sei, könne er nicht mehr Menschen betreuen. Wenn es erhöht werde, würde er bestimmt mehr Mahlzeiten ausgeben.

„Niemand kann daran zweifeln, dass jetzt sehr viel mehr Menschen in Not geraten sind und wirklich ums Überleben kämpfen müssen,“ fügte er hinzu.

Das ist das neue Gesicht des Hungers.

In Detroit müssen seit langem viele Menschen kämpfen. In der gegenwärtigen Rezession sind aber auch ganz andere Menschen betroffen, nicht nur die Obdachlosen und die wirklich Armen.

Jetzt hungern auch Menschen aus dem Mittelstand, die ihre Jobs verloren haben, die ihnen 60.000 Dollars im Jahr einbrachten, oder Hauseigentümer, die durch die Immobilienkrise in Not geraten sind.

Viele dieser Menschen haben keinerlei Erfahrung mit der Bürokratie der sozialen Hilfsdienste, und deshalb ist es für sie so schwer, Hilfe zu bekommen.

„Sie wissen noch nicht einmal, wo das DHS-Office (das Sozialamt) ist,“ sagte DeWayne Wells, der Präsident des Nahrungsmittelverteilers Gleaners.

Um diesen neuen Hungernden zu helfen, hat Wells sie auf das Programm 211 der Hilfsorganisation United Way hingewiesen; dort können Menschen eine Hotline anrufen und von einem Berater erfahren, welche Sozialleistungen sie in Anspruch nehmen können.

Das Sozialministerium das Staates Michigan hat sogar ein Programm erstellt, mit dem Bedürftige ihre Lebensmittelgutscheine über das Internet anfordern können.

Das könnte helfen, ein anderes Problem zu überwinden, das auftaucht, wenn Menschen aus dem Mittelstand plötzlich Hilfe brauchen: den Stolz. Viele Menschen schämen sich so sehr, dass sie überhaupt nicht um Hilfe bitten, oder tun es nur mit großen Skrupeln.

„Sie entschuldigen sich, weil sie das bisher nicht nötig hatten und fühlen sich sehr gedemütigt,“ sagte Frau Hagopian, die Lehrerin Im Ruhestand. Sie fügte hinzu, die Zeiten hätten sich eben geändert; die von den Gewerkschaften gesicherten guten Jobs verschwänden, und es werde immer schwieriger, überhaupt Arbeit zu finden.

„Ich sage ihnen dann, unsere Gesellschaft sei nicht mehr das, was sie einmal war,“ meinte sie.

Aber Detroit kämpft.

Bisher hat die Nahrung immer noch gereicht. Weil aber immer mehr Menschen Hilfe brauchen, wird die Herausforderung größer.

„Vor ein paar Jahren sind einem solche Fälle nur im Fernsehen begegnet,“ erklärte Wells. „Jetzt trifft es plötzlich deinen Schwager oder die Leute, mit denen dein Kind Fußball spielt.“

Wells erklärte, dass Gleaners genug Freiwillige bekomme, weil das Gemeinschaftsbewusstsein insgesamt wachse.

Auch die US-Regierung helfe; im Rahmen des Konjukturprogramms seien die Mittel für die Lebensmittelgutscheine um 14 Prozent erhöht worden.

Die Detroiter versuchen sich auch selbst etwas zu helfen. Der Mangel an großen Supermärkten – ein Phänomen, das sich aus dem Mangel an (genügend zahlungskräftigen) Kunden erklärt – und die vielen Freiflächen haben die gemeinsame Gartenarbeit stark anwachsen lassen.

Diese Gärten können die Stadt zwar nicht vollständig ernähren, aber sie können wenigstens zur Ernährung beitragen. Vor allem lernen die Menschen und besonders die Kinder wieder, den Wert gesunder Nahrung zu schätzen.

„Ich esse jetzt jeden Tag Gemüse,“ sagte ein Kind, das sich nach der Schule an einem Gärtnerei-Programm beteilgt, das die Earthworks Urban Farm (der Städtische Hof für Erdarbeiten) in der Nähe des Stadtzentrums anbietet. „Gestern Abend habe ich eine hier geerntete Zwiebel mit meinen Kartoffeln gegessen.“

Das hören Leute wie Dan Carmody, der Präsident der Eastern Market Corp. (der Vermarktungsgesellschaft des Ostens) gern, die seit hundert Jahren frische Produkte und andere Lebensmittel am Rand der Innenstadt Detroits anbietet.

Carmody gehört zu einer Gruppe von Leuten, die versuchen, gesundes Essen in die Stadt zu bringen. Dazu gehört auch die Aufstellung mobiler Marktstände an verschiedenen Standplätzen in der Stadt und die Zusammenarbeit mit Läden, die frische Produkte anbieten wollen. Mit diesem Programm könnten für Lebensmittelgutscheine doppelt so viele Waren gekauft werden, wenn ihre Empfänger sie für die Erzeugnisse der Bauern der in der Umgebung Detroits liegenden Anbaugebiete ausgäben.

Er meint, die Ernährungssituation in Detroit sei auch deshalb besonders deprimierend, weil rund um Detroit massenweise die besten Nahrungsmittel wüchsen: In Michigan werden neben des besten Feldfrüchten des Landes vor allem Äpfel, Pfirsiche, Warzen- und Wassermelonen angebaut. Windsor, das über eine Brücke zu erreichen ist, hat die bekanntesten Hydrokulturen Kanadas, und die Farmen der Amish (einer strenggläubigen Sekte) in Ohio und Pennsylvania sind auch nicht weit entfernt.

Er betrachtet es als besondere Herausforderung, diese Nahrungsmittel nach Detroit zu schaffen und die Detroiter dazu zu bringen, sie auch zu kaufen. Dabei könnten die in der Stadt angelegten Gärten helfen.

„Sobald Kinder wissen, wo ihre Nahrung herkommt, wird das es ihre ganze Einstellung zum Essen ändern,“ hofft er.

(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Anmerkungen in Klammern versehen. In verfallenden Industriestädten des einmal reichsten Landes der Welt versuchen hungernde Menschen mit Feldfrüchten zu überleben, die sie auf kontaminierten Industriebrachen anbauen, und ihre Regierung verschwendet täglich Milliarden in völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, die nur die Superreichen noch reicher machen sollen. Wie lange wird das amerikanische Volk das noch hinnehmen? Wird sich die Bundesrepublik rechtzeitig von dieser unverantwortlichen Politik abkoppeln, damit unser Land nicht noch einmal derart katastrophale Zustände erlebt, die immer weniger Deutsche noch aus den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kennen?)

Quelle: luftpost-kl.de
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Written by mohart

27. August 2009 at 18:38

Veröffentlicht in USA, Wirtschaft

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